Manchmal beginnt ein Konzertwochenende schon lange bevor der erste Ton erklingt. Als sich die Sängerinnen und Sänger unseres großen Projektchores in Frankfurt (Oder) wiedertrafen, war sofort spürbar: Die besondere Energie des vergangenen Wochenendes reist mit – und wird hier noch einmal hell aufleuchten.

Schon im Foyer des Kleist Forums, das bis auf den letzten Platz ausverkauft war, herrschte jene Mischung aus Vorfreude und freudigem Wiedererkennen, die nur entsteht, wenn viele Menschen ein gemeinsames musikalisches Ziel teilen. Herzlichste Begrüßungen, warme Umarmungen, neue Kontakte, die sich sofort vertraut anfühlten: Die Stimmung war so lebendig wie der Klang, der folgen sollte.

Ein Klangraum, der uns alle getragen hat

Als der Chor schließlich auf der Bühne stand, breitete sich ein gemeinsamer Atem aus – dieses stille, unausgesprochene Einverständnis, das hundert Stimmen zu einer macht. Und wieder geschah dieses kleine Wunder: Schon in den ersten Takten wurde klar, dass der Funke überspringen würde.
Die Chorsängerinnen und -sänger sangen mit einer Hingabe, die gleichermaßen Kraft wie Leichtigkeit transportierte. Die Musik füllte den Raum, hob die Stimmung, verband Publikum und Chor zu einer großen Klanggemeinschaft. Man merkte: Hier stand ein Ensemble, das nicht nur Töne formte, sondern Erlebnisse teilte.

Begeisterung, die nachhallt

Das Publikum dankte es mit überwältigender Resonanz. Lange Applauswellen erfüllten den Saal, und die vielen glücklichen Gesichter – auf und vor der Bühne – sprachen für sich. Für viele Sängerinnen und Sänger war es eines der bewegendsten Konzerterlebnisse der vergangenen Jahre.
Doch vielleicht noch berührender als der Applaus waren die Begegnungen an diesem Wochenende: Gespräche voller Wertschätzung, neue musikalische Verbindungen, herzliche Worte, die hängenbleiben. Man spürte, wie aus einer Konzertreise ein gemeinsames Erlebnis wurde, das noch lange nachklingen wird.

Ein Abschied mit Hoffnung

Als wir schließlich die Heimreise antraten, mischte sich in die Freude über den Erfolg auch ein leiser Abschiedsschmerz. Das gemeinsame Musizieren, das Lachen, das Miteinander – all das hatte eine Intensität, die man ungern hinter sich lässt.
Doch es war kein Abschied ohne Ausblick.
Überall hörte man denselben Wunsch:
Das nächste Projekt kommt bestimmt.
Die Hoffnung, diese besondere Gemeinschaft auch in Zukunft wieder auf einer Bühne zu vereinen, war deutlich spürbar – und sie begleitete uns wie ein letzter, warmer Ton auf dem Weg zurück nach Hause.

Hardy (Tenor)

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